Das Kloster in Hirsau liegt wunderschön in einem Tal, eingebettet in tannenbewachsene Berge. Vor allem zur Sommerzeit ist es abends ganz märchenhaft. Im Juli finden dort Konzerte und Freiluftkino statt, der Besuch einer solchen Veranstaltung ist unbedingt zu empfehlen!

Als in Hirsau im Nagoldtal an den Nordhängen des Schwarzwalds ab 1082 das St. Peter und Paul Kloster erbaut wurde, war es das größte Klosterbauwerk im deutschsprachigen Raum und die Klosterkirche mit ihrer Länge von fast 100 m die gewaltigste Kirche zwischen München und Hamburg. Das im 17. Jahrhundert von französischen Truppen zerstörte Kloster bietet heute eine eindrucksvolle Ruine, das sich als Ziel einer Rundwanderung gut anbietet.
Das Aureliuskloster wurde schon bald zu klein und durch das deutlich größere Peter- und Paulskloster ersetzt. 1555 wurde das Aureliuskloster durch die württembergische Reformation aufgehoben, 1584 Klausur und Kirche wegen Baufälligkeit zu großen Teilen abgerissen. Der Kirchentorso diente über Jahrhundert als Stall, Scheune, Turnhalle, Garage und Lagerhalle, bis er 1956 wieder zu einer katholischen Kirche umgewidmet wurde. In der Aureliuskirche - beeindruckend düster und kühl im Innern - ruhen heute die Gebeine des heiligen Aurelius.

Das Kloster Hirsau war
ein Benediktinerkloster in
Hirsau im Nordschwarz-
wald.